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Wie man sein Glück findetvon Swami Kriyananda
Es gibt eine klassische, weithin bekannte Geschichte, von einem Bauern und seinem Esel, der sich weigerte, einen schweren Karren zu ziehen.Der Bauer löste das Problem, indem er einen Stock am Kopf des Esels befestigte, an dessen Ende eine Karotte hing. Der Esel wendete all seine Energie auf um zu der Karotte zu gelangen - ohne jedoch jemals Erfolg zu haben. Er vergass sogar den schweren Karren, den er auf diese Weise hinter sich her zog Wie sehr gleicht doch der grösste Teil der Menschheit diesem Esel, wenn er sich bemüht, die "Karotte" des Glücks zu erreichen. Diese Karotte kann niemals durch unsere Sinne erreicht werden. Glück ist ein Zustand des Geistes, nicht ein Gegenstand. Vor vielen Jahren sagte mir einer meiner indischen Freunde in San Francisco: "Es amüsiert mich, wenn die Amerikaner sich über jede Form von Aberglauben lustig machen, wo sie doch selbst im grössten Aberglauben befangen sind. Ich kann mir keinen grösseren Aberglauben als diesen vorstellen: der Gedanke, dass Glücklichsein, was doch ein geistiger Zustand ist, in unbeseelten Gegenständen verborgen ist". Die Menschen bemühen sich etwas zu erreichen, das nicht erreicht werden kann, und ziehen auch noch einen Karren voll Kummer und Sorgen hinter sich her. Der Weg zum Glück ist überraschend einfach: Er besteht darin, glücklich zu sein! Es gibt eine Geschichte aus dem amerikanischen Staat Maine, die von dem "Meckerer" einer kleinen Stadt handelt. In jedem Ort gibt es so einen, vielmehr natürlich nicht nur einen. Es ist eine Person, die für ihren schwierigen Charakter bekannt ist und für ihre Unfähigkeit, sich an irgend etwas zu freuen. Dieser Mann beklagte sich, wenn ein Hund über seine Wiese lief; er schimpfte, wenn ein Kind seinen Blumenbeeten zu nahe kam; er beschwerte sich, wenn seine Nachbarn zu laut sprachen oder ihr Radio zu sehr aufdrehten; er protestierte, wenn der Zug, der ihn zur Arbeit brachte, Verspätung hatte; er hatte an den kleinsten Kleinigkeiten bei seinen Kollegen im Büro etwas auszusetzen; und schliesslich - so kann man sich gut vorstellen - kommentierte er voll Zorn die Nachrichten, die er abends im Radio hörte, bis er schliesslich erschöpft zu Bett ging und Alpträume hatte. Schliesslich eines Tages, nach Jahren als "Meckerer", verliess dieser selbe Mann eines Morgens sein Haus in fröhlichen Sprüngen, grüsste freundlich ein paar Schulkinder, wünschte seinen Nachbarn einen guten Tag, brachte Sonnenschein ins Büro, und abends rief er sogar jemanden an, um ihm eine gute Nachricht mitzuteilen, die er soeben im Radio gehört hatte. Seine Mitmenschen beobachteten diese Veränderung in seinem Wesen höchst erstaunt eine Woche lang. Schliesslich ertrugen sie die Spannung nicht länger. Ein paar von ihnen kamen zu Besuch und fragten ihn: "Was ist denn um Himmels willen mit dir passiert?" "Ganz einfach", antwortete der Ex-Meckerer. "Jahrelang habe ich auf etwas gewartet, das mich glücklich machen sollte. Am Ende kam ich zu dem Schluss, dass es nichts dergleichen gibt. So habe ich beschlossen, trotzdem glücklich zu sein!" Glücklichsein entsteht aus sich selbst heraus. Es ist durch die geistige Einstellung bedingt. Seine Basis ist die einfache Tatsache, dass die tiefste Wirklichkeit unserer eigenen Natur Satchidanandam ist: ewiges Sein, ewiges Bewusstsein, ewig neue Freude, wie mein Gurudeva die klassische Definition von Adi Swami Shankaracharya neu gefasst hat. Du hast bereits Glückseligkeit in dir. Warum beschliesst du nicht, ab heute in Glückseligkeit zu leben? | |||||||||||
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